Unter diesem Thema stand der ökumenische Weltgebetstag der Frauen, der dieses Jahr von Christinnen aus Nigeria vorbereitet worden war.
Für die Frauen aus Schernau und Euerfeld fand er am 6. März im Euerfelder Sportheim statt. Über 35 Frauen und Kinder feierten gemeinsam einen abwechslungsreich gestalteten Gottesdienst. In der Mitte des Raums war mit einem Seil der Kontinent Afrika dargestellt, dekoriert mit der Landesflagge, Früchten, typischen Gegenständen und Pflanzen aus Nigeria.
Zu Beginn stellte Ingrid Schlütter-Scheller anhand einer Powerpoint-Präsentation das westafrikanische Land vor, das mit 230 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Afrikas ist. In Nigeria leben rund 250 unterschiedliche Ethnien und das Land verfügt über viele Bodenschätze. Die Bevölkerung leidet allerdings stark unter dem Klimawandel mit seinen verheerenden Folgen wie Dürren im Norden, Wüstenbildung oder massiven Überschwemmungen im Süden. Schlütter-Scheller ging auch auf die schwierige Situation der Frauen in Nigeria ein, die oft geprägt ist von patriarchalen Strukturen, Gewalterfahrungen und begrenztem Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung.
Danach wurden die Gebete der Frauen im Wechsel vorgelesen oder gemeinsam gebetet. Auch die Lieder aus dem Gebetsheft wurden gesungen oder durch vertraute Friedenslieder ergänzt, die Theresia Schiffmaier, Katharina Ländner-Mack, Inge Ungemach und Helene Sauter auf der Gitarre begleiteten.
Die teils extremen Lebenserfahrungen wurden am Schicksal von drei nigerianischen Frauen eindrücklich verdeutlicht. So konnten die Teilnehmerinnen die schwierige Situation der Frauen vor Ort nachvollziehen wie z.B. von einer alleinerziehenden Mutter oder einer Witwe. Oftmals engagieren sich die Frauen gemeinsam, um Veränderungen herbei zu führen, oder gründen kleine Unternehmen, um aus ihrer aussichtslosen Lage herauszukommen.
Der Gebetsabend machte die Solidarität mit den Frauen in dem afrikanischen Land sichtbar und stärkte auch das Gemeinschaftsgefühl untereinander. Das zeigte sich auch daran, dass die Frauen nach dem Gottesdienst noch lange zusammen saßen und sich bei den mitgebrachten, landestypischen Speisen intensiv austauschten. – Bei der Kollekte kamen 262 Euro zusammen, die an das Weltgebetstagkomitee überwiesen werden.
Text und Bilder: Helene Sauter