Feuerwehr Euerfeld ist für Katastrophenszenarien gewappnet

Im Falle eines Blackouts soll das Euerfelder Feuerwehrhaus in der Dorfmitte mit einem Stromerzeuger als „Leuchtturm“ eine Anlaufstelle für die Bürger bieten.

Bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr am Mittwochabend standen neben dem Katastrophenschutz eine gut funktionierende Jugendarbeit und das jahrzehntelange Engagement verdienter Mitglieder im Fokus. Auf 43 Aktive, darunter zehn Atemschutzgeräteträger kann Kommandant Stephan Weippert aktuell zurückgreifen. Zu insgesamt drei Einsätzen rückten die Euerfelder aus, wobei zwei der Einsätze lediglich telefonisch gemeldet wurden: Eine dickere Katze wurde mittels Leiter vom Baum gerettet, eine Ölspur abgestreut und ein Garagenbrand in Bibergau bekämpft. „Die 2.500 Liter Löschwasser an Bord unseres Tanklöschfahrzeuges haben sich dabei besonders bewährt“, bilanzierte Kommandant Weippert. Bertram Rettner wurde mit einem Bocksbeutel in den Feuerwehrruhestand verabschiedet.

Unterstützung gibt es zukünftig verstärkt auch aus der Jugendfeuerwehr: Mit Victoria Graber, Antonia Füller und Lukas Schiffmaier konnte Jugendwart Florian Mack drei motivierte junge Leute in die aktive Wehr verabschieden. In die Jugendfeuerwehr wurden wiederum Alexander Meier, Anton Schmitt und Anni Mack aufgenommen. Acht Übungen absolvierte der Nachwuchs. „Der Löschangriff im Sommer war mit Spaß und nassen Klamotten verbunden“, erzählte Mack.

Viel Lob für die traditionell sehr starke Jugendarbeit der Feuerwehr Euerfeld gab es von Dettelbachs Bürgermeister Matthias Bielek und von Kreisbrandmeister Michael Sturm. Im Fokus der beiden Grußworte stand die verstärkte Einbindung der Feuerwehr Euerfeld in den Katastrophenschutz: So wurde am Feuerwehrhaus ein Stromerzeuger für „Blackouts“ installiert, das Euerfelder Tanklöschfahrzeug ist außerdem Bestandteil der neugeschaffenen Dispo-Gruppe „Nord“ der überörtlichen Löschwasserversorgung.

Finanziell steht der 193 Mitglieder zählende Verein auf guten Füßen, berichtete Kassier Helmut Schneider: Insbesondere aufgrund der Feste konnte wieder ein deutlicher Gewinn eingefahren werden. Die beiden Kassenprüfer Peter Scheller und Karl Winkler lobten eine gute Kassenführung.

Einen wichtigen Beitrag dazu haben drei Mitglieder geleistet, die Jahrzehnte im Verwaltungsrat der Feuerwehr aktiv waren und im Rahmen der Jahreshauptversammlung von den beiden Vorsitzenden Philipp Weippert und Christian Schmitt aus diesem Gremium verabschiedet wurden: Rudolf Molitor und Klaus Weippert engagierten sich jeweils 21 Jahre, Eduard Mack brachte es sogar auf stolze 51 Jahre. Der Verwaltungsrat zeichnet sich unter anderem für die Organisation von Veranstaltungen verantwortlich.


Langjähriges Engagement im Verwaltungsrat:

  • Rudolf Molitor: Rudolf war von 2008 bis 2020 Kassier, also 12 Jahre lang. Da er von 2002 bis 2008 schon Gruppenführer war, gehörte er dem Verwaltungsrat also von 2002 bis heute an, das sind insgesamt 21 Jahre.
  • Klaus Weippert: Klaus war von 2002 bis 2008 zweiter Vorsitzender im Verein und danach hatte er von 2008 bis 2014 sechs Jahre den 1. Vorsitz inne. Im Verwaltungsrat blieb er dankenswerterweise bis heute. In Summe waren es 21 Jahre im Verwaltungsrat.
  • Eduard Mack: Eduard Mack ist eines der lebenden Urgesteine im Euerfelder Feuerwehrverein. Da er sich 1972 für zehn Jahre Ersatzdienst verpflichtet hatte, war er ab 1974 im Verwaltungsrat. Neben seinen aktiven Feuerwehrdienst (Maschinist, Atemschutzträger) war er zwischen 1996 bis 2008 12 Jahre lang 1. Kommandant. Genau in diese Zeit fiel auch der Bau des Feuerwehrhauses, bei dem er in den Planungen maßgeblichen Einfluss genommen hat. Nachdem Stephan 2008 das Amt des 1. Kommandanten von Eduard übernommen hatte, konnten wir Eduard weiterhin für den Verwaltungsrat gewinnen. Eduard war also von 1972 bis heute mehr als 50 Jahre im Verwaltungsrat.

Bilder und Text: Jan Speth, Schriftführer Feuerwehr Euerfeld

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