Tücher in Regenbogenfarben und nordirischer Whiskey beim Weltgebetstag der Frauen in der Pfarrkirche Euerfeld 

Der ökumenische Weltgebetstag der Frauen wurde am Freitag, 4. März, von Gläubigen aus Schernau und Euerfeld mit einem bunten und abwechslungsreich gestalteten Gottesdienst gefeiert. Das Titelmotiv war eine aufblühende Lilie auf dem Weg in das „Zukunftsland Hoffnung“, so das Motto des diesjährigen Weltgebetstags. Zerbrochene Ketten und ein weit geöffnetes Tor standen für Hoffnung auf Gerechtigkeit. Über dem Weg schwebte eine Friedenstaube. Der Regenbogen als Symbol der Liebe Gottes erstreckte sich über allem.

So war auch der Altar in der Euerfelder Pfarrkirche mit sieben regenbogenfarbenen Tüchern geschmückt. Darauf standen sieben Kerzen als Zeichen der Hoffnung für die großen Weltregionen. Davor dekorierten die sechs Frauen, die den Weltgebetstag vorbereitet hatten, aufblühende Frühlingsblumen und landestypische Speisen und Produkte aus den Partnerländern Wales, England oder Nordirland; seien es Kekse, nordirischer Whiskey oder englischer Tee, dazu passende Reiseführer und Flaggen. Eine Landkarte verdeutlichte zudem die Lage der Regionen zueinander.

In den im Wechsel vorgetragenen Texten wurden Situationen wie Armut, Angst und Einsamkeit von Frauen aus Großbritannien lebensnah und eindringlich geschildert. Bei den Fürbitten wurde auch die aktuelle Lage in der Ukraine aufgegriffen und die geflüchteten und vom Krieg betroffenen Menschen ins Gebet eingeschlossen.

Magdalena Sauter spielte englische und walisische Stücke auf der Harfe. Gemeinsam gesungene Lieder, die von dem Gitarrenquartett Katharina Ländner-Mack, Berta Ländner, Inge Ungemach und Theresia Schiffmaier begleitet wurden, rundeten die Gebetsstunde ab.

Vor dem Segen bedankte sich die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Helene Sauter bei allen für Ihr Kommen und für die großzügigen Spenden in Höhe von 285 Euro. Sie freute sich schon auf das nächste Jahr, wenn sich die Frauen wieder in Schernau zum Gebet zusammen finden. Gleichzeitig brachte sie die Hoffnung zum Ausdruck, dass dann wieder im Anschluss zu einem gemütlichen Zusammensein eingeladen werden kann.

Der ökumenische Weltgebetstag der Frauen wird jedes Jahr am ersten Freitag im März gefeiert. Das Motto lautete in diesem Jahr „Zukunftsplan Hoffnung“. Der Gottesdienst wurde heuer in Solidarität mit den Frauen aus England, Wales und Nordirland gefeiert.

Text: Helene Sauter/ Fotos: Rita Heussner und Helene Sauter