header

Überall in den Euerfelder Gärten leuchten sie uns entgegen und läuten in diesem Jahr pünktlich das Osterfest ein.

Osterglocken! Mit ihrem hellen lichten Gelb künden sie vom Kommen des Frühlings, vom unaufhaltsamen Erwachen der Natur, vom Sieg des neuen Lebens über die Starre und Kälte des Winters.

Und genau darum geht es auch an Ostern. Das Leben ist stärker als der Tod. Oder wie es in einem bekannten Osterlied heißt: „Jesus lebt, mit ihm auch ich!“ Bestimmt würde es auch in diesem Jahr in vielen Kirchen erklingen. Wenn da nicht ... Ihr wisst es schon: Abstand, Masken, kein Singen der Gemeinde.

Trotz aller Einschränkungen: Wir sollten uns die Osterfreude nicht vermiesen lassen von diesem fiesen Virus. „Jetzt erst recht“, könnte das Motto für dieses Ostern lauten. Was heißt: könnte? Sollte, ja müsste! Jetzt erst recht: Leben, Zuversicht, Vertrauen. Mir gefällt die fünfte Strophe des Liedes ganz besonders, die sich leider nicht im katholischen Gotteslob findet. Sie lautet:

Jesus lebt! Ich bin gewiss,
nichts soll mich von Jesus scheiden,
keine Macht der Finsternis,
keine Herrlichkeit, kein Leiden.
Seine Treue wanket nicht;
dies ist meine Zuversicht.

Wenn Ihr das nächste Mal Osterglocken seht, dann denkt an diese Zuversicht: Kein Leiden und keine Macht kann uns von Jesus scheiden. Und wem das zu religiös ist, der kann sich einfach am gelben lichten Leuchten der Osterglocken erfreuen. Wenn du ganz in diesen Moment der Wahrnehmung eintauchst, dein Auge ganz die Osterglocke wird, dann verschwinden für einen Augenblick alle Schrecknisse dieser Welt. Und so wird dieser Moment zu einem wahren Augenblick der Auferstehung.

Osterglocken, wie wunderbar, dass ihr uns blüht!

­