
Am Sonntag, 15.03.2026, machten sich die Vorstände der KLB Euerfeld mit Ihren Partnern zu einem gemeinsamen Ausflug nach Ebersbrunn (Markt Geiselwind) auf. Dort angekommen stimmten wir uns in der kleinen evangelischen Dorfkirche bei einer kurzweiligen Andacht auf den Tag und das Miteinander ein. In der beschaulichen Runde wurden dann spontan noch ein paar stimmungsvolle Kirchenlieder gesungen, sodass es anschließend sehr beschwingt zum Mittagessen im Gasthaus „Zum Hirschen“ ging.
Frisch gestärkt machten wir uns anschließend auf den Fußweg zur Christbaumkultur der Familie Hack, die etwas oberhalb des Dorfes auf einem Hügel liegt. Hier gab uns Sebastian Hack einen Einblick in seine Arbeit als Christbaum-Erzeuger. Über die kleinen Setzlinge aus dem vergangenen Jahr bis hin zur stattlichen Tanne mit ca. 8 m Höhe wurden wir über die verschiedenen Stadien der Bäume und die damit jährlich anfallenden Arbeiten informiert. Mit dem Pflanzen, Düngen, Unkrautvernichten, Schneiden, und sogar Zurechtbiegen und Hochbinden, usw. fallen vom Frühjahr bis in den Herbst hinein viele Arbeiten an. Wenn die Bäume dann in der Wintersaison geschlagen werden, sind sie bereits bis zu 14 Jahre alt und werden ab Ende November erntefrisch ab Hof angeboten. Das Geheimnis der besonders buschigen und dichten Christbäume der Familie Hack liegt wohl in der liebevollen Pflege und Handarbeit. Wenn man bedenkt, dass jeder dieser Bäume fünf Mal im Jahr einzeln beäugt und bearbeitet wird bis er schließlich an Weihnachten prachtvoll geschmückt im Haus stehen darf, setzt dies das Preis-Leistungs-Verhältnis in ein ganz neues Licht. Fasziniert von Sebastians Arbeit, wurden aus unserer Gruppe auch einige Fragen gestellt, z. B. ob die Nordmanntannen denn auch bei uns in Euerfeld so gut gedeihen würden. Antwort: Wahrscheinlich nicht, denn die Böden sind wohl eher zu gut für die relativ anspruchslosen Tannen, die einen ph-Wert von deutlich unter 8 bevorzugen. Aber auf einen Versuch käme es an…
Nach der Besichtigung der Christbäume ging es wieder hinunter ins Tal zum Rotwild-Gehege. Die Familie Hack hat sich für das Rotwild entschieden, da es im Vergleich zum weiterverbreiteten Damwild deutlich größer ist und es somit mehr Fleischansatz hat. Außerdem sind die Tiere besonders ruhig und nicht ganz so schreckhaft. In dem Rudel gibt es einen Zuchthirschen, der mit seinen Hirschkühen lebt, und die Nachzucht wird jährlich im Herbst/Winter zur Fleischerzeugung und Salamiherstellung geschossen.
Den Ausflug ließen wir dann noch bei mitgebrachtem Kaffee und Kuchen auf dem Hof der Familie Hack gemütlich ausklingen, bevor wir die halbstündige Heimfahrt antraten.
Text: Melanie Kemmerer-Scheller
Bilder: Claudia Mack