Mit Feuereifer bei der „Dorfbäddel“

Walter Sauter Bildergalerien, Katholische Landjugendbewegung, Nachrichten, Startseite oben

Es war eisig kalt an diesem Samstagmorgen, doch die rund 30 Euerfelder Kinder und Jugendlichen waren mit Feuereifer bei der Sache. Die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) hatte die „Dorfbäddel 2.0“ ausgerufen und es galt, zehn teils knifflige Aufgaben zu erfüllen wie z.B. eine Strohfigur zu bauen, Upcycling-Kunstwerke herzustellen oder die Ostergeschichte in einem Karton unterzubringen. Und der Einsatz hat sich gelohnt: Die Euerfelder Landjugend gewann den diözesanweiten Wettbewerb ganz klar vor vier anderen Ortschaften.

Pünktlich um 10 Uhr verkündete die KLJB-Diözeanvorsitzende Regina Mack auf dem Dorfplatz, welchen Herausforderungen sich die Kinder und Jugendlichen an diesem Tag zu stellen hatten. Rasch waren die Aufgaben verteilt und alles strömte ins Dorf, um sich ans Werk zu machen. Ein Teil der jungen Leute baute eine 100 Meter lange Domino-Strecke mit Holzbrettchen. Andere zogen durch den Ort auf der Suche nach Tiergeräuschen. Oder sie fotografierten den größten Euerfelder oder die Person mit dem längsten Namen.

Zudem galt es, möglichst viele Menschen auf die Beine zu bringen. Denn der Höhepunkt der „Dorfbäddel“ stand nach dem Mittagessen an. Zunächst hieß es „Bewegt euch“. Fast 70 Kinder, Jugendliche und Erwachsene bewegten sich also mehr oder weniger stilsicher zu Klängen von „Macarena“. Danach wurde selbst Musik gemacht, mit Gitarren, Klarinette, Flöten, Harfe und vielfältigsten Rhythmusinstrumenten. Die Bläser intonierten das Frankenlied und alles machte musizierend oder singend, auf jeden Fall aber begeistert mit. Auch die Euerfelder Vereine waren gefordert, sich für ein gemeinsames Bild einzufinden, einige kamen sogar in Uniform.

Die Mütter hatten am Vormittag fleißig gebacken, denn es galt einen möglichst langen Kuchen zusammen zu bekommen. Er wurde auf Bierbänken ausgelegt und genau vermessen, 61 Meter und 60 Zentimeter Länge schaffte der Monsterkuchen, ehe er genüsslich verspeist wurde. So gestärkt ging es in die letzte Runde: Den Bulldogumzug. Die Kleinen hatten schon am Vormittag ihre Tret- und Spielzeugtraktoren auf den Dorfplatz geholt, jetzt rollten auch die richtig großen Bulldogs an. Gemeinsam ging es dann die Kirchstraße hinunter. Das Team um Regina Mack und die örtliche KLJB-Vorsitzende Ramona Heinrich zählten schließlich 77 kleine und 18 große Traktoren.

Die „Dorfbäddel“ fand neben Euerfeld zeitgleich in Kronungen, Michelau, Altbessingen und im Taubergau statt. Im Landjugendhaus Dipbach wurden am späten Nachmittag die Ergebnisse aus den einzelnen Orten zusammen getragen. Am Ende stand fest: Euerfeld hat mit klarem Vorsprung gewonnen. Bei den Mannschaftswettbewerben hatten sie sogar immer die Nase vorn. So hat die „Dorfbäddel 2.0“ groß und klein doppelt Spaß gemacht.