Abgehängt vom schnellen Internet

Jan Speth Allgemein, Nachrichten, Startseite oben

Breitbandausbau, Digitalisierung, Vernetzung: Alles Begriffe, die von Politikern in Zeiten des Wahlkampfs sehr gerne in den Mund genommen werden. Deutschland muss aufholen, der ländliche Raum muss gefördert werden. Schnelles Internet muss her und zwar flächendeckend! Über 90% Förderung sollen zur Zielerfüllung beitragen.

Doch wie schaut es in der Realität vor Ort aus? Für viele Euerfelder klingen die anfangs aufgeführten Lippenbekenntnisse wie purer Hohn: Neubaugebiet und ein Großteil des Dürrwiesenwegs haben schnelles Internet bekommen – der Rest vom Dorf ist im wahrsten Sinne des Wortes abgehängt. Die nötige Infrastruktur wäre vorhanden, wird jedoch nicht genutzt.

Roland Ungemach hat die Feder geschwungen und die unbefriedigende Situation in Worte gefasst. In der Hoffnung auf Besserung. Und vielleicht auch in Hoffnung auf etwas mehr Gerechtigkeit von Seiten der Verantwortlichen:

Die Schildbürger bauen ein Rathaus:
Als die Schildbürger ein neues, pompöses Rathaus bauen, vergisst der Architekt die Einplanung von Fenstern und das Rathaus ist innen stockfinster. Daraufhin versuchen die Schildbürger, mit Eimern das Sonnenlicht einzufangen und ins Innere zu tragen, was allerdings fehlschlägt.

Die Dettelbacher bauen ein Breitband:
Als die Dettelbacher eine neue pompöse Glasfaserleitung vom Funkturm an Effeldorf und Bibergau vorbei bis nach Euerfeld bauen, vergisst der Planer das da noch andere wohnen.
Die Verbindungsleitungen zum Dorf wurden gekappt Daraufhin wird versucht die Kilo Bits mit dem Eimer vom Narrenbrünnle zu holen
Der Kübel steht schon parat am Ende der Glasfaserleitung.
Nach Schernau lass mer es einfach den Bach runterlauf , dann ham se a was

Wenn du das an 10 Freunde schickst bekommst du vielleicht auch ein Kübel voll Internet.

Bild: Gemeinfrei