Reges und vielfältiges Pfarreileben

Walter Sauter Bildergalerien, Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat, Startseite oben

Die Liste der Aktivitäten war lang, die von den kirchlichen Gruppen und Verbänden sowie von Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat bei der Pfarrversammlung am Sonntag, 21. Januar, vorgestellt wurde. Und sie zeugte nicht nur von einem regen und vielfältigen Pfarreileben, sondern auch vom Selbstbewusstsein, mit dem die Gläubigen ihr Christsein in Euerfeld leben.

Dazu wurden sie auch von Pfarrer Uwe Hartmann nachdrücklich ermuntert. „Die Kirche vor Ort wird an besten am Leben erhalten, wenn die Gläubigen zum Gottesdienst gehen“, war er überzeugt. In diesem Zusammenhang verwies er insbesondere auf die Bedeutung von Gottesdienstbeauftragten. „Die Wort-Gottes-Feier ist die Gottesdienstform der Zukunft“, sagte er mit Blick auf den zunehmenden Pfarrermangel.

Eine klare Absage erteilte Kirchenpfleger Anton Rössner den im Bistum Würzburg angedachten Großraumpfarreien mit bis zu 20 000 Gläubigen. „Wir sollten unseren Pfarrer unterstützen, damit der Ist-Zustand gehalten werden kann“, empfahl er unter dem Beifall der Versammlung. Der Pfarrer seinerseits machte klar, dass die bisher vorgelegten Ideen „nicht durchdacht sind“. Hartmann forderte zudem die Gemeinden auf, Selbstbewusstsein an den Tag zu legen und sich nicht alles gefallen lassen.

Marion Teske-Rosentritt gab einen Rückblick auf die Aktivitäten der vergangenen drei Jahre im Kindergarten. In dieser Zeit waren der Umbau und die Einweihung des „Wichtellands“ das größte Projekt. Zudem ließ sie das Kindergartenjahr mit seinen zahlreichen Veranstaltungen wie Oma-Opa-Feier, Weihnachtsfeier, Waldtagen, Büchereiführerschein, gesundem Frühstück oder Sommerfest Revue passieren. „Ab März haben wir 24 Kinder, damit ist unser Kindergarten voll ausgelastet“, erklärte sie.

Claudia Mack berichtete über die vielfältigen Aktivitäten der Katholischen Landvolkbewegung (KLB). Frauenfrühstück, Weiberfasching, Bildungsabend, Jubiläumsgottesdienst oder Radtouren zu verschiedenen Zielen in der Umgebung standen auf dem Programm. Besonders liegt der KLB die Partnerschaft mit dem Senegal am Herzen, für die bei verschiedenen Anlässen Geld gesammelt wurde wie beim Osterkerzenverkauf, der Kräuterweihe oder der Herbergssuche.

Auch die Senioren hatten ein Paket mit vielen Angeboten für die älteren Mitbürger geschnürt, von dem Rita Teske berichtete. Dazu gehören im monatlichen Rhythmus Vorträge und Ausflüge z.B. in den Bibelgarten nach Prosselsheim, ins Kloster Engelberg oder zum Baumwipfelpfad Steigerwald, aber auch Fasching wurde gefeiert, es gab ein Sommerfest und jedes Jahr eine Maiandacht und einen Kreuzweg.

Aber auch seitens der Pfarrei war einiges los, wie Pfarrgemeinderatsvorsitzende Helene Sauter deutlich machte: Der Reigen reicht über Wallfahrten, Prozessionen, Taizé-Gebet, Rosenkranz, Weltgebetstag der Frauen bis hin zur Altkleidersammlung, Kräuterweihe, Kinderkirche, Erstkommunion und Fronleichnam. Sie erinnerte zudem an den Weggang der Franziskaner und den Neubeginn mit Pfarrer Hartmann, Kaplan Sarath Parri und Gemeindereferent Christoph Becker, die alle drei bei der Pfarrversammlung anwesend waren. Sauter dankte allen in der Pfarrei Aktiven für ihr Mittun und wies schließlich auf die Wahlen zum Pfarrgemeinderat am 25. Februar hin, für den sich erfreulicherweise wieder etliche Frauen und Männer aufstellen ließen.

Die Lacher auf ihrer Seite hatten die Franziska Bielek und Theresia Mack-Schneider, die als „Tratschweiber“ das Pfarreigeschehen auf humorvolle Weise aufs Korn nahmen. Da kamen die Geschwindigkeit des Pfarrers bei der Messe oder die Tatsache, dass der Kaplan die Sternsinger in Dettelbach schon einige Tage vor Dreikönig losgeschickt hatte ebenso dran wie die von Josef Schimmel restaurierten Krippenfiguren.