„Dein Wachstum sei feste und lache vor Lust“

Walter Sauter Bildergalerien, Katholische Landjugendbewegung, Katholische Landvolkbewegung, Startseite oben

So etwas gab es noch nie beim Bruder-Klaus-Gebet: Zwei Arien wurden gesungen und am Ende knallten sogar die Sektkorken. Zu der feierlich gestalteten Gebetsstunde am Montagabend, 25. September, hatten sich 50 Gläubige aus etlichen Teilen des Bistums Würzburg an der Bruder-Klaus-Kapelle in Euerfeld (Landkreis Kitzingen) eingefunden. Anlass war das 600. Geburtsjahr von Niklaus von Flüe, dem Patron der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) und der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB), das heuer gefeiert wird.

Ein großes Meditationsrad, wie es Bruder Klaus gestaltet hat, war vor der Kapelle ausgelegt. In der Mitte brannte eine Kerze und die Gläubigen bildeten in der zunehmenden Dämmerung einen Kreis um dieses Rad. „Bruder Klaus war auf der Suche nach seiner Berufung, die ihn erst in die Ferne und dann wieder zurück in die Heimat geführt hat“, erklärte Diözesanlandvolkseelsorger Wolfgang Scharl. Der Heilige sei auf der Suche nach dem gewesen, was ihm wichtig war und was ihm gut getan hat.

So stand auch die Gebetsstunde unter dem Gedanken: „Was tut mir gut?“ Die Gottesdienstbesucher meditierten bei gemeinsamen Liedern, Gebeten und in Zeiten der Stille über diese Frage. Zudem wurden sie eingeladen, beim Gehen durch das große Meditationsrad über diese Frage nachzudenken und auf Ihr Inneres zu hören.

Eingeleitet hatte die Gebetsstunde die von Teresa Scharl gesungenen Arie „Rejoice Greatly, O Daughter of Zion“ (Du Tochter Zion, freue dich sehr) aus Händels „Messias“. Begleitet wurde sie von Thomas Kram an der Orgel, der zum Abschluss „Dein Wachstum sei feste und lache vor Lust“ aus der Bauernkantate von Johann Sebastian Bach vortrug. Wolfgang Scharl dazu: „Wenn jemand wie Bruder Klaus seine Bestimmung findet, so hat das etwas Schönes, ja Lachendes“. Man dürfe das im Lied besungene Wachstum deshalb auch als inneres Wachstum verstehen.

Nach dem Gebet gab es Sekt und warmen Tee für die Gäste. Der Sekt gab es wegen des runden Geburtstags von Bruder Klaus, den Tee wegen der abendliche Kühle, die mit dem Hereinbrechen der Nacht immer deutlicher spürbar wurde. Eingeladen hatten zu dem Gottesdienst KLJB und KLB im Bistum Würzburg.