„Panta rutsch“

Walter Sauter Bildergalerien, Katholische Landvolkbewegung, Startseite oben

Bergab ging es mit dem Katholischen Landvolk Euerfeld, zumindest auf der Radtour am Sonntag, 17. September. Denn die Fahrt führte von Euerfeld bequem und meist über Radwege bergab nach Dettelbach.

An der Fähre traf sich die rund 15köpfige Gruppe mit dem Dettelbacher Bildhauer Roger Bischoff. Der gebürtige US-Amerikaner führte die KLB über den Skulpturenweg entlang des Mains. Die Plastiken waren im Juni 2014 beim Internationalen Bildhauersymposium „Panta rhei“ entstanden. Der Ausspruch wird dem griechischen Philosophen Heraklit zugeschrieben und heißt: Alles fließt.

Steine und fließen? Das passt auf den ersten Blick nicht zusammen. Doch, lächelt Bischoff, es sind die Ideen, die bei dem Symposium geflossen sind und von denen die Kunstwerke auch heute noch beredt Zeugnis geben. Zwei Künstlerinnen und vier Künstler aus Tschechien, Norwegen, Serbien, Deutschland, der Schweiz und Japan hatten damals vier Wochen lang die bis zu zwölf Tonnen schweren Steinblöcke mit Flex, Hammer und Meisel bearbeitet. Die künstlerische Leitung lag in den Händen von Roger Bischoff.

Unterhaltsam wusste der Bildhauer von verwaltungstechnischen Hindernissen, aber vor allem von vielen schönen Begebenheiten aus dieser Zeit zu berichten. Auch manch amüsante Anekdote von Anglern oder einem nachts im Main abgetriebenen Kanu samt Bildhauer gab er zum Besten. Vor allem jedoch schärfte er den Blick der Gruppe für die Besonderheiten der Skulpturen. Und er machte deutlich, dass die Kunstwerke z.B. durch Witterungseinflüsse und Pflanzenwuchs weiter „fließen“ und sogar Kinder für Leben sorgen. Ein Stein hat es dabei den Kleinen besonders angetan, der aufgrund seiner Bearbeitung zu einer kurzen Rutschpartie einlädt. Und so bekam er gleich einen neuen Namen: „Panta rutsch“. Klar, das dies auch gleich ausprobiert wurde.

Fotos: Claudia Mack