Mutter Gottes, wir rufen zu dir

Walter Sauter Bildergalerien, Katholische Landvolkbewegung, Startseite oben

Was für ein schöner und besinnlicher Einstieg in den Mai! Die Katholische Landvolkbewegung Euerfeld hatte am Vormittag des 1. Mai zu einer Maiandacht eingeladen und rund 40 Gläubige aus nah und fern waren zur Bruder-Klaus-Kapelle gekommen. Sie erleben eine ungewöhnliche Andacht, die sie in Miniprozessionen an vier Stationen rund um die Kapelle führte. Dabei gab das frische Grün der Büsche und Bäume ein stimmigen Widerhall für die Gebete und Lieder der Maiandacht.

„Wir wollen uns heute mit Maria buchstäblich auf den Weg begeben, und auf sie und vielleicht sogar noch ein wenig mehr auf uns selbst zu schauen“, sagte Otto Kram zur Begrüßung, der die Andacht gemeinsam mit Constanze Söldner, Birgit Heinrich und Thomas Kram gestaltete. Die erste Station an der Quelle stand unter dem Wort „Gnade“, Gnade, die wie eine Quelle aus Gott fließt und uns jederzeit erlebbar treffen kann. Dann wurden die Gläubigen aufgefordert, ihre Hände ins Quellwasser zu halten und den Strom des Wasser zu spüren. „Wasser rinnt über unsere Haut, aber Gottes Gnade durchströmt uns ganz und gar.“

Zweite Station war der Quellstein und damit verbunden das Thema Gebet. Dort wurden nach dem Hören des Evangeliums verschiedene Gesätze des Rosenkranzes gebetet. Danach führte der Weg an den Bachlauf. Hier ging es um den Alltag, um „alles, was uns bewegt, was uns geprägt hat, was wir nie vergessen haben, was uns Mut macht und uns belastet.“ Die letzte Station, der See, stand für das Sammelbecken unserer Lebensflüsse. „Es ist die Fülle, die wir hier sehen und erleben“. Nach dem gemeinsam gebeteten Vaterunser fand die Andacht mit dem Segen ihren Abschluss. Doch nicht die Zusammenkunft, denn die vier KLBler, die die Maiandacht vorbereitet hatten, überraschten nochmals: Mit einem Glas Sekt wurde wohlgemut auf den Mai angestoßen.