Muskelkraft und Anmut

Walter Sauter Bildergalerien, Freiwillige Feuerwehr, Katholische Landjugendbewegung, Startseite oben

Stolz wehten die bunten Fähnchen und die lindgrünen Blätter der Krone im heftigen Wind, als der Maibaum in Euerfeld aufgestellt war. Gerade mal 15 Minuten hatte es gedauert, bis die rund 20 Meter hohe Birke im tiefen Loch am Dorfplatz ihren Platz für die nächsten vier Wochen gefunden hatte. Hineingehievt hatten ihn kräftige Hände von jungen und nicht mehr ganz so jungen Männern unter der Anleitung von Bernhard Mack.

Mit sechs Holzstangen wurde der Baum, der am Nachmittag aus dem Euerfelder Wald geholt worden war, traditionsgerecht aufgerichtet. 30 Erwachsene und Kinder waren zuvor mit Säge und Traktor in den Wald gezogen, um fachkundig den schönsten Baum für das Spektakel auf dem Dorfplatz zu suchen. Und in der Tat: Sie hatten ein wirklich sehr ansehnliches Exemplar mitgebracht, das dann von der Landjugend mit bunten Fähnchen geschmückt und unter dem Beifall der vielen Gäste aus nah und fern aufgestellt wurde.

Doch nach der Muskelkraft war Anmut und tänzerisches Geschick gefordert. Zuerst durften die ganz jungen Nachwuchstänzerinnen und -tänzer ihr Können zeigen. Und die Mädchen und Buben taten es mit großer Bravour und bewiesen damit, dass sie in den Übungsstunden mit Inge Ungemach und Helene Sauter fleißig geübt hatten. So gab es für die beiden am Ende ein Gedicht und einen bunten Blumenstrauß, für die „Kleinen“ aber viel Applaus von Euerfelder Muttis, Papas, Opas, Omas, Tanten, Onkeln und vielen anderen.

Nun war es an den „Großen“, es den „Kleinen“ zumindest gleichzutun. Und nimmt man den Beifall, den es am Ende der beiden Vorführungen gab, so war es ein Unentschieden, was die Begeisterung der Zuschauer anbelangte. Die Mädels oft in luftigen Dirndln, die Jungs mitunter in Lederhose, aber alle auf jeden Fall fesch, war die Truppe mit viel Spaß und voller Konzentration bei der Sache. Und auch hier galt: Das Üben hat sich gelohnt. Volle Punktzahl für die flotte Sohle, die ihr auf den Asphalt gelegt habt!

Danach begab sich alles schnell Richtung Feuerwehrhaus, wo es schon nach Bratwurst und Pommes duftete. So ließ man sich nieder an den vielen Tischen und Bänken und bald war an diesem nicht ganz so milden Abend reger Plausch und viel Lachen zu hören. Und da die Wachen den Baum bis zum Morgengrauen und auch danach nicht aus den Augen ließen, wagte es kein Böser Hand an ihn zu legen. So ist es der Katholischen Landjugend und der Feuerwehr wieder gelungen, ein fröhliches Frühlingsfest auf die Beine zu stellen.

Erst wurde der Maibaum geholt – Bilder sind von Jan Speth

Und dann wurde er aufgestellt und es wurde getanzt und gefeiert, Bilder sind von mir