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Weiberfasching – die absolute Rakete!

Walter Sauter Bildergalerien, Katholische Landvolkbewegung, Startseite oben

Die Konkurrenz hätte nicht härter sein können: Im Fernsehen lief die Jubiläumssendung „Fasnacht in Franken“, doch die 88 Frauen, die zum Weiberfasching ins Euerfelder Sportheim gekommen waren, haben es keine Sekunde bereut. Denn auch hier reihte sich bei den Darbietungen Gag an Gag, auch hier gab es tolle Kostüme und rasante Auftritte zu bewundern. Tosender Applaus war den 25 Akteurinnen sicher und zwischen den Aufführungen war die Tanzfläche schnell mit bestens gelaunten Frauen, älteren und vielen jungen, aus Euerfeld und Umgebung, gefüllt.

Die Weiber um Organisatorin Claudia Mack und Team setzten auch in diesem Jahr auf eine bunte und unterhaltsame Mischung aus Bewährtem und Neuem. Begrüßt wurden die meist phantasievoll kostümierten Gästinnen wie in den Vorjahren von Irmtraud Winkler und Helene Sauter, die witzig-spritzig durchs Programm führten. Das war in diesem Jahr in drei große Blöcke aufgeteilt. So blieb dazwischen und vor allem am Ende viel Zeit für den Schwof auf dem Tanzparkett.

Gleich zum Auftakt war Sportlichkeit gefragt. Eine Yogamatte wurde am Boden ausgerollt und schnell wurde klar, dass hier vor allem die Lachmuskeln trainiert wurden. Waren die beiden Grazien Claudia Mack und Petra Gerhard schon ein betörender Anblick, war das, was das Quartett aus Hanna Schneider, Carolin Schmitt, Ramona Heinrich und Christiane Füller mit ihrer ABBA-Adaption bot, gar die reine Augenweide. Stilecht in rosa Flatterblusen und ausgestellte Hosen mit bunten Hippie-Blümchen gekleidet, zeigten die vier ihr tänzerisches Können und begeisterten das Publikum restlos. Nicht ganz so rasant, aber dafür mit deftigem Witz ging der erste Block mit einem „Sketch ohne Worte“, gespielt von Regina Mack und Tanja Graber, zu Ende, die trotz ihrer stummen Darbietung am Ende tosende Beifallsstürme ernteten.

Was man mit zwei Händen, fünf (oder mehr) Bechern und einem Biertisch alles Amüsantes und Überraschendes machen kann, zeigte die „Klopfergruppe“ mit Petra Gerhard, Constanze Söldner, Birgit Heinrich, Ramona Heinrich und Andrea Graber. Französisch vornehm wurde es dann, als Helga Scheller ihre Haute Couture mit den Top-Modellen Irmtraud Winkler, Edeltraut Walter, Helene Sauter, Adelinde Kinzinger-Bransom, Sonja Weippert und Anja Heinisch vorführte. Sie zeigten zum Gaudium des Publikums verschiedenste Variationen, wie man eine lange Männerunterhose mit Chic und Charme tragen kann: Als Nierenwärmer, als „Alstüch“ oder als „Üt“. Selbst bei einem Armbruch ist das Teil ebenso nützlich wie geschmackvoll. Doch dann war es mit französischer „Elegance“ vorbei, denn Constanze Söldner, Petra Gerhard, Hanna Schneider, Ramona Heinrich, Carolin Schmitt, Andrea Graber, Dorothea Weippert, Christiane Füller und Tanja Graber rockten bei der Apres-Ski-Party das Sportheim. Zu bekannten Gassenhauern wirbelten die neun mit Schlitten und Skiklamotten über die Bühne. Klar, dass sie erst nach einer Zugabe ihren verdienten Lohn in Form einer Rakete und lang anhaltendem Beifall abholen durften.

Als sich die Zeiger der Uhr langsam Richtung Mitternacht bewegten, kam ein vertrautes Paar auf die Bühne: Helmine und Aloisius alias Constanze Söldner und Andrea Koch. Der Herr der Schöpfung war auf Kur und aus dem Koffer wurde von der Göttergattin manch Kurioses hervorgezaubert. Bei den dadurch entstehenden Irrungen und Wirrungen blieb naturgemäß kein Auge trocken. Apropos Augen. Das Männerballett, dieses Jahr erstmals von Regina Mack trainiert, brachte die Augen vieler Frauen zum Glänzen. Echte Kerle waren das, die da zunächst als Bauarbeiter ihr tänzerisches Können zeigten. Als dann auch noch ein Teil der Klamotten fiel und die Mannsbilder blanke Haut zeigten, gab es kein Halten mehr. So viel Anmut gepaart mit Kraft und Akrobatik verzückte die komplette Weiberschar. Den frenetischen Beifall hatten sich Florian Scheller, Daniel Heinrich, Bernhard Mack, Florian Mack, Dieter Gerhard, Hubert Füller, Stephan Weippert, Philipp Weippert, Jochen Rettner, Lukas Ungemach, Bertram Rettner und Alexander Rettner wahrlich verdient.

Auch wenn die Darbietungen mit dem Männerballett zu Ende waren, für die Weiber war damit noch lange nicht Schluss. Zu Musik von den beiden gut aufgelegten DJs Jochen und Michael wurde bis tief in die Nacht hinein getanzt und gefeiert. Euerfeld helau! Auf die Beine gestellt hatten den diesjährigen Weiberfasching wieder die Frauen aus dem Leitungsteam der KLB Euerfeld.

Der nächste Höhepunkt der fünften Jahreszeit steht schon am nächsten Wochenende an, wenn Feuerwehr und Sportverein zum Faschingsball laden; natürlich auch mit Vorführungen, die schon beim Weiberfasching begeistert haben. Los geht’s am Freitag um 19.11 Uhr. Nicht verpassen! Für die Senioren steigt am Rosenmontag ab 14 Uhr die Faschingsgaudi.

Fotos: Regina Mack, Kathrin Then 
 Text: Walter Sauter