Premiere Theatergruppe Euerfeld

„Alles neu macht der Mai“

Walter Sauter Bildergalerien, Nachrichten, Theatergruppe

Mensch, war das eine Gaudi! Ja, ein absoluter Riesenspaß, was die Theatertruppe Euerfeld dem höchst entzückten und bestens amüsierten Publikum bei der Premiere des Stücks „Alles neu macht der Mai“ bot. Auf der zur Bühne umfunktionierten Scheune im Gasthaus Ungemach brillierten die elf Akteurinnen und Akteure mit jeder Menge Spielwitz, slapstickartigen Einlagen und rasanten Szenenwechsel.

Dabei hätte sich die Truppe um Inge Ungemach kaum ein besseres Stück für den Start am neuen Spielort aussuchen können als diese Verwechslungskomödie von Wolfgang Bräutigam. Denn schon allein der Stoff dieses Dreiakters bot viel Potential für Amüsement. Die Euerfelder Theaterakteure verstanden es hervorragend, diesem Stoff Leben zu einzuhauchen und zudem bei Bedarf mit Euerfelder Lokalkolorit zu garnieren.

Und so geht’s los: Im Hause der Familie Bayer ist nicht nur die Wohnung seit langem renovierungsbedürftig. So sinnen die erfinderischen Frauen (Oma: Waldtraud Sauer, Mutter: Petra Gerhard, Tochter: Melanie Koch) auf Abhilfe, denn die Herrn des Hauses (Opa: Günter Hauke, Vater: Jim Bransom) ergehen sich zwar in markigen Sprüchen, aber lesen doch lieber Zeitung und trinken Kaffee anstatt zu Pinsel und Farbe zu greifen. Doch auch die Handwerker (Cornelius Heußner, Philipp Weippert, Stefan Sauer), die unversehens ins Haus schneien, verstehen sich besser aufs Brotzeit machen als aufs Arbeiten. Und als dann auch noch eine Architektin (Inge Ungemach) und das Fernsehen (Anja Heinisch, Thomas Kram) auftauchen, beginnt die Verwechslungs-Komödie rasch ihren Lauf zu nehmen.

Und dann geht’s kunterbunt rund: Der Hausherr wird immer wilder, die Tochter hält sich mit gekonntem Polizeigriff einen zudringlichen Liebhaber vom Hals, ein armer Redakteur wird fast erwürgt, eine Großmutter öffnet für einen Maler ihren Bademantel und ein Gespenst entpuppt sich als vermeintliches Handwerkergenie. Kein Wunder, dass das Publikum kaum mehr aus dem Lachen heraus kam. Der lang anhaltende Beifall honorierte den monatelangen Probeneinsatz aller Beteiligten und ließen am Ende nur zufriedene Gesichter zurück.

Text und Bilder: Walter Sauter