Erbrecht und Testament

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Die Senioren aus Euerfeld und einige auswärtige Gäste trafen sich am 18. November im Feuerwehrhaus Euerfeld. Nach gemeinsamer  Kaffeerunde gab Notar Dr. Ludwig Hofstetter ausführliche Erläuterungen zum Thema: „Erbrecht und Testament“.

Was passiert mit unserem Vermögen und den Dingen, die uns im Leben lieb und teuer waren? Wer soll etwas erhalten und wie geht man sicher, dass alles nach unserem Willen ohne Schwierigkeiten an unsere Nachkommen weitergegeben werden kann? Nur maximal jeder Dritte hat ein Testament aufgesetzt und die meisten sind fehlerhaft formuliert. Viele scheuen sich ein Testament aufzusetzen, weil sie sich nicht mit dem eigenen Tod auseinander setzen wollen.

Hofstetter erläuterte die Begriffe „Erbteil und Pflichtteil“ und die Folgen, wenn kein Testament vorhanden ist. Dann nämlich tritt die gesetzliche Erbfolge in Kraft. Oft entsteht dadurch eine Erbengemeinschaft, die wegen späteren Auseinandersetzungen möglichst zu vermeiden sei. Bei Fehlen von eigenen Nachkommen gibt es auch Erben 2. und 3.Ordnung: die Eltern des Erblassers oder deren Kinder, Neffen, Nichten, sowie auch Großeltern und deren Abkömmlinge. In diesem Fall  kann eine stattliche Anzahl von Personen in Frage kommen.

Genaue Zuordnung ist durch ein Testament gewährleistet. Die häufigste Form ist das „Berliner Testament“, wo sich die Ehepartner zuerst als Alleinerben einsetzen und die Nachkommen erst nach dem  Letztversterbenden das Erbe antreten. Das Testament kann handschriftlich verfasst werden und muss von beiden Ehepartnern unterschrieben werden. Es wird beim Amtsgericht oder an einem anderen sicheren und bekannten Ort hinterlegt. Das notarielle Testament weist eine höhere Sicherheit auf und erspart die Kosten für den Erbschein. Es wurde auch die Problematik der Erbschaftsteuer erläutert und  die steuerfreien Höchstgrenzen für verschiedene Erben benannt.

Notar Hofstetter konnte durch seine humorvolle Art das Thema sehr lebendig und spannend ausführen und die Zeit verging wie im Flug. Nach einer gemeinsamen „Fränkischen Brotzeit“ klang der gut besuchte Seniorennachmittag aus.

Text: Rita Teske / Bilder: Karl Winkler