Lebendige Zeitgeschichte

Walter Sauter Bildergalerien, Katholische Landvolkbewegung, Startseite oben

Einen spannenden Einblick in das Leben der Ortsbewohner von Euerfeld in NS- und Kriegszeiten bekamen die rund 50 Besucher der Jahreshauptversammlung der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) Euerfeld. Miriam Mack hatte Zeitzeugen interviewt und Auszüge aus den Gesprächen zu einem Film zusammen gestellt.

Zu Wort kamen Anna Teske, Franziska Bielek, Mathilde Kinzinger, Helga und Karlheinz Graber sowie Rudolf Molitor. Sie äußerten sich zu Fragestellungen wie sie das Nazi-Regime im Dorf oder das Kriegsende erlebt haben oder wie sich die Situation mit Kriegsgefangenen, Flüchtlingen und Evakuierten in Euerfeld dargestellt hat.  Ergänzt wurden die Ausführungen im Film vom anwesenden Zeitzeugen Erwin König aus Bibergau. Er ist in Euerfeld aufgewachsen und hat Nationalsozialismus und den 2. Weltkrieg hier miterlebt.

Entstanden ist die Idee zu dem Film bei einer Sommerakademie, die Miriam Mack für einen Monat bei „Humanity in Action“ (http://www.humanityinaction.org/) absolviert hat. Geschnitten hat den Film in mehreren Nachtschichten Benedikt Sauter.

Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Otto Kram und dem Totengedenken verlas 1. Vorsitzende Claudia Mack den Kapellenbericht. Demnach waren auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Gruppen an der Bruder-Klaus-Kapelle, angefangen bei der Ackermanngemeinde bis hin zu Ministranten, dem Katholischen Landvolk, dem Frauenbund oder Gästen aus dem Senegal. Mehrmals im Jahr wiederkehrende Veranstaltungen, so der Bericht von Katharina Ländner-Mack, sind die Rosenkranzgebete und das Taizé-Gebet.

Weiberfasching, vier Mal im Jahr Frauenfrühstück, Andachten, der Gottesdienst für die Jubilare oder die Radtour für Familien nach Rottendorf – bunt war der Reigen von Veranstaltungen im abgelaufenen Jahr, von dem Claudia Mack berichten konnte. Kassierin Petra Gerhard legte einen ausgeglichenen Kassenbericht vor und wurde bei zwei Enthaltungen entlastet. Eduard Mack, der die Kasse mit Karlheinz Graber geprüft hatte, bescheinigte Petra Gerhard eine ordnungsgemäße Kassenführung. Eduard Mack dankte auch für die vielen Aktivitäten des Landvolks. „Es würde im Dorf etwas fehlen, wenn es Euch nicht geben würde“, sagte er.

KLB-Diözesanvorsitzender Gerd Schneider berichtete über die Partnerschaft des Landvolks mit der Diözese Kaolack (Senegal). Er dankte den vielen fleißigen Spendern aus Euerfeld und informierte, wie die Gelder verwendet werden. „Jeder Cent, der gespendet wird, kommt auch drüben an“, erklärte er. Mit rund 18 000 Euro im Jahr unterstützt die KLB Würzburg Projekte und Menschen im Senegal.