Maibaum: Glück im Unglück

Walter Sauter Bildergalerien, Freiwillige Feuerwehr, Katholische Landjugendbewegung, Startseite oben

Uff, das hätte auch schlimm ausgehen können und war Schwerstarbeit für die Euerfelder Burschen und Männer. Der Maibaum rutschte beim Aufstellen plötzlich vom Brett im Loch bis zu einer rund 1,5 Meter entfernten Mauer, die ihn glücklicherweise aufhielt. Erst nach rund 40 Minuten und vielen Debatten, Schieben und weiterem Hochstemmen mit den Stangen stand der Baum endlich und endgültig, fest verkeilt und sicher, in dem dafür vorgesehenen Loch.

23 Meter hoch ist die prachtvolle Birke, die am Nachmittag unter der Regie von Bernhard Mack aus dem Wald geholt worden war. Und sie hat eine mächtige Krone. Nach der musikalischen Einstimmung durch die Musikkapelle unter Leitung von Ludwig Ländner und der Begrüßung durch Regina Mack und Christian Teske war die Stimmung bestens unter den starken Männern, die den mit bunten Bändern geschmückten Baum schulterten und auf den Dorfplatz vor dem Feuerwehrhaus trugen.

Mit Stangen wurde die Birke zunächst in Schräglage gebracht, als plötzlich der Baum vom Brett im Loch, in das er gestellt werden sollte, um rund 1,5 Meter bis zur Mauer rutschte. Glück im Unglück, dass die Mauer ein Weiterrutschen des Baumes verhinderte. Jetzt hieß es, vorsichtig und zugleich umsichtig und zielstrebig ans Werk zu gehen. Etliche Helfer packten zusätzlich mit an. Zum einen galt es, den Baum wieder zurück ins Loch zu bringen, zum anderen die Tücken des böigen Windes, der immer wieder kräftig in die große Krone fuhr, einzukalkulieren und die Stangen so einzusetzen, dass der Baum nicht noch weiter rutschte, sondern zurück ins Loch kam. So wurde immer wieder neu überlegt und diskutiert, ehe der nächste Schritt angegangen wurde.

Die Zuschauer hatten inzwischen respektvollen Abstand genommen, denn der Wind frischte zusehends auf. So wurden die Männer mit den Stangen mehr und mehr gegen die Mauer gedrückt und der Baum bog sich mitunter bedenklich. Doch dann wurde der Stamm von vielen kräftigen Händen wieder zurück ins Loch geschoben und musste schließlich doch dort hinein, wo er hingehörte: ins fest zementierte Loch.

Als die Birke schließlich stand, warteten alle auf den zweiten Teil des Ereignisses: Die Rundtänze unter dem Maibaum, denn es hatte in der Zwischenzeit zu allem Überfluss auch noch zu nieseln begonnen. Zuerst zeigten die Kinder, die von Inge Ungemach und Helene Sauter angeleitet worden waren, was sie gelernt hatten und erhielten viel Beifall von den zahlreichen Gästen. Dann boten die Jugendlichen, viele in Lederhose und Dirndl, gut gelaunt und souverän zwei Tänze, die sie selbst einstudiert hatten. Auch für die jungen Leute gab es langen und verdienten Applaus. Doch danach strömte alles schnell Richtung Feuerwehrhaus, wo man bei Bratwurst, Kuchen und Getränken noch lange zusammen saß.

Organisiert hatten die Maibaumaufstellung die Katholische Landjugend (KLJB) und die Freiwillige Feuerwehr Euerfeld.